Kongress Seidenstraße 2019 – Handeln in neuen Märkten

Am 2.Oktober 2019 organisiert die NürnbergMesse gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie den Industrie- und Handelskammern in Bayern (BIHK) eine weitere Ausgabe des Seidenstraßen-Kongresses mit Foyer-Ausstellung unter dem Motto „Handeln in neuen Märkten“.

Als thematische Basis der Veranstaltung dient Chinas Belt and Road Initiative (BRI); auch bekannt unter dem Begriff Neue Seidenstraße. Mit dieser Initiative hat die Volksrepublik China eine klar definierte Strategie zum Ausbau der Handelswege zwischen China und der Welt sowie zur Beschleunigung der wirtschaftlichen Entwicklung in zahlreichen Regionen formuliert. In beeindruckender Weise entstehen seitdem eine Vielzahl von Projekten, die die Märkte in den betroffenen Ländern verändern. In Key-Notes, Panel Diskussionen und Workshops zu den Regionen Afrika, Zentralasien sowie Osteuropa stehen Erfahrungsberichte, Fragen zu Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten sowie die Vorstellung von detaillierten Projekten im Mittelpunkt.

Hintergrund

China beschreitet neue Wege der Handelspolitik

Peking knüpft mit der neuen Seidenstraße an einen alten Mythos an und startete 2013 das gigantische Projekt „Belt and Road Initiative“ (BRI). Durch die vom chinesischen Staatspräsidenten XI Jinping verkündete und mittlerweile in der chinesischen Verfassung fest verankerte BRI, sollen 1.000 Milliarden Dollar in neue Infrastrukturprojekte  in Asien, Europa, Afrika und Lateinamerika investiert werden. Das dahinter stehende Konzept sieht eine riesige Wirtschaftszone zwischen Asien und Europa vor. Straßen, Zugstrecken und Häfen sind entstanden, oder werden noch gebaut sowie auch Kraftwerke, Pipelines und Flughäfen. Dadurch entstehen neue Märkte mit großem Entwicklungspotenzial für die Wirtschaft und den Handel.

Inzwischen haben sich bereits 90 Länder der BRI angeschlossen, um an den geplanten Investitionen teilzuhaben und einen besseren Zugang zu zunehmend globalisierten Märkten zu bekommen. Während Ostafrika schon in der Antike Teil der Seidenstraße war, ist spätestens seit dem offiziellen Beitritt Lateinamerikas zur BRI während des World Economic Forum im Januar 2018 in Davos klar: Die neue Seidenstraße wird im 21. Jahrhundert größer, inklusiver und umfassender definiert.

Es leben in den Ländern, durch die die neue Seidenstraße führen soll, mehr als 70 Prozent der Weltbevölkerung. Sie erwirtschaften mehr als die Hälfte der globalen Bruttoinlandsprodukte. Mit Hilfe der BRI wird sich dieses Volumen substanziell erhöhen.

Chancen für deutsche & europäische Unternehmen

Experten sind sich darin einig – die neue Seidenstraße ist eine große Chance für deutsche/europäische Unternehmen. Allein die Wirtschaftsregion Nürnberg umfasst 2.500 auslandsaktive Unternehmen. Durch den Ausbau der Infrastruktur im Rahmen der Seidenstraßeninitiative entstehen schnellere Transportwege, über die Waren bis nach Europa und umgekehrt transportiert werden können. Durch die damit verbundene angestoßene wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern entlang der Handelsrouten entstehen zudem für Unternehmen zukünftig neue Absatzmärkte beziehungsweise eine erleichterte Geschäftstätigkeit z.B. durch sinkende Handelsbarrieren. Während dieser Aspekt eher langfristig Vorteile bringt, hält die Beteiligung an Infrastrukturprojekten schon heute Geschäftschancen bereit.

Ob als Subunternehmer, als Zulieferer oder als Kooperationspartner chinesischer Firmen auf Drittmärkten – ausländische Firmen sind auf dem Papier willkommen. In der Realität kann sich aber meist die chinesische Konkurrenz durchsetzen. Zudem ist es schwierig, rechtzeitig von den Projekten zu erfahren. Deshalb lohnt sich eine frühe Beschäftigung mit der Thematik und die Identifikation geeigneter Partner in China und verstärkt auch in Drittmärkten, um sich bestenfalls bereits vor der Ausschreibung der Projekte positionieren zu können.

Die Rolle Nürnbergs als ein Knotenpunkt der neuen Seidenstraße

Nürnberg spielt logistisch seit Oktober 2015 eine wichtige Rolle im Rahmen der „China Landbridge“. Seitdem verlässt einmal pro Woche ein sogenannter Intermodalzug das Güterverkehrszentrum am Hafen Nürnberg, beladen mit 54 Containern. Nach zwei Wochen und rund 10.000 Kilometern erreicht der Transport das chinesische Chengdu und fährt vollbeladen zurück. Die wirtschaftlichen Vorteile dieser Route sind bereits 2008 durch eine Machbarkeitsstudie der Fraunhofer Arbeitsgruppe SCS (Supply Chain Services) im Auftrag des Wirtschaftsreferates der Stadt Nürnberg ermittelt worden, das zur damaligen Zeit bereits die „China Landbridge“ mit der China Communications and Transportation Association in Beijing verhandelt hat.

Sponsoren und Aussteller

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AHK-Europakonferenz der Deutschen Wirtschaft, 19.-20.09.2019, Athen

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NürnbergMesse GmbH
Senior Manager
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bettina.focke@nuernbergmesse.de

Susanne Franz
NürnbergMesse GmbH
Manager Public Relation
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Anne Köster
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
Internationalisierung Länderbereich China
Tel.: +49 89 2162-2591
anne.koester@stmwi.bayern.de

Dr. Manuel Hertel
IHK Nürnberg für Mittelfranken
Referent Asien-Pazifik
Tel.: +49 911 1335-424
manuel.hertel@nuernberg.ihk.de

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